Gründe, die für einen Online-Vortrag sprechen, gibt es heute immer mehr: Größere Entfernungen, schnellere Abläufe oder besondere Umstände, wie zuletzt die weltweite Covid-19 Pandemie. Die globalisierte Businesswelt von heute agiert international und in Echtzeit.

Nachdem die ersten technischen Hürden überwunden sind, eröffnet sich eine neue Art des Präsentierens mit unendlich vielen Möglichkeiten. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Online-Auftritt eigenständig professionell inszenieren, und wie Ihnen PowerPoint dabei helfen kann.


Online-Vortrag halten: Was ist anders als bei einer Vor-Ort-Präsentation?

Online-Vortrag halten online

Völlig unabhängig von Inhalten, umspannen Präsentationen sowohl offline als auch online drei wichtige Komponenten: Den Präsentationsort, das Publikum und die Referent:innen. Allerdings ändern sich Funktion und Verhalten der einzelnen Gruppen abhängig davon, ob sich alle Beteiligten der Präsentation am selben Ort physisch versammeln oder sich von Zuhause hinzuschalten. Was Sie dabei im Einzelnen beachten müssen, zeigen wir Ihnen hier:

Online vs. Offline: Räumlichkeiten während der Präsentation

In einer klassischen Vortragssituation wissen Sie als Referent:in meist vorab schon genau, wo Ihre Präsentation stattfinden wird. Idealerweise kennen Sie vorher bereits die Größe der Räumlichkeiten, die Anzahl der Sitzplätze und wissen, welche Technik vor Ort vorhanden sein wird. So können Sie sich und Ihre Präsentation optimal auf jede Situation sinnvoll vorbereiten.

Ein Online-Vortrag von Zuhause oder aus dem Büro verläuft dabei etwas anders. Für gewöhnlich wird sich der oder die Referent:in allein im Raum befinden. Die Saalgröße wird somit nahezu irrelevant – ebenso die Anzahl der Sitzplätze. Es geht vielmehr um eine stabile Internetverbindung und darum, ob Sie Ihr Publikum überhaupt digital sehen können oder nicht. Außerdem sollten Sie vorab getestet haben, wie Sie Ihre Präsentationsfolien auf den Bildschirmen Ihrer Zuhörer:innen teilen können. Während bei Präsenzveranstaltungen Headsets Bewegungsfreiraum bieten, fällt dieser Aspekt beim Online-Vortrag halten meist vollständig weg. Neu ist allerdings die Kamera: Achten Sie darauf, sich nahe des Zentrums ihrer Kameraeinstellung zu positionieren. Zusätzlich sollten Sie für eine ausreichende Beleuchtung sorgen. Weitere Tipps zur Technik geben wir Ihnen unten im weiteren Verlauf des Beitrags.

Online vs. Offline: Interaktion mit dem Publikum

Das Publikum übernimmt im Online-Vortrag ebenfalls eine neue Rolle. Einfach so die Hand zu heben, um eine Frage zu stellen, ist online oft schwierig. Außerdem muss die vortragende Person meist auch auf emotionale Reaktionen oder anderes direktes Feedback seitens des Publikums verzichten. Umso wichtiger ist der reibungslose Ablauf eines solchen Online-Vortrags. Das Ziel sollte sein, packende Themenblöcke innerhalb einer dramaturgisch sinnvoll aufgebauten Storyline zu erzählen.

Sprechpausen, die sonst mit Fragen, Beifall oder Kritik gefüllt werden, müssen beim Online-Vortrag durch geschickte Übergänge Ihrerseits ersetzt werden. Eine ausgiebige Vorbereitung ist demnach unerlässlich. Sowieso steht die vortragende Person beim digitalen Vortrag noch vielmehr im Fokus als bei gewöhnlichen offline Präsentationen. Das Publikum achtet dabei besonders auf Körpersprache und Stimme.

Online vs. Offline: Der/die Referent:in

Das Format Ihres Online-Vortrags ähnelt auf den Bildschirmen Ihrer Zuschauer:innen einem Video. Es existieren also eindeutige Bildgrenzen. Für das Publikum sichtbar ist alles, was Sie innerhalb dieser Begrenzungen anzeigen. Alles außerhalb des Bildrandes ist nicht nur irrelevant für den Vortrag, sondern bewusst unmöglich zu sehen. In einer klassischen offline Präsentationssituation mit großen Sälen und vielen Besucher:innen schweifen Blicke und die damit einhergehende Aufmerksamkeit gerne mal ab. Im Online-Vortrag fallen solche äußeren Einflüsse weg – der Fokus liegt einzig und allein auf Ihnen und den gezeigten Inhalten.

Vorab sollten Sie also klären, wo Sie Ihren Vortrag halten werden, welchen Hintergrund Sie dort wählen und wie Sie selbst in Kontrast zu diesem stehen können. Als Hintergrund kommen viele Möglichkeiten in Frage. Die goldene Regel heißt hier „weniger ist mehr“. Klar wollen Sie nicht einfach eine weiße Wand zeigen, allerdings lenken unruhige Hintergründe schnell von Ihnen ab. Sie stehen im Mittelpunkt der Präsentation und sollten Ablenkungen wie vollgestellte Regale, herumliegende Dokumente oder Ordner einfach umgehen. Sie selbst können sich durch Ihre Kleiderwahl zusätzlich hervorheben und sollten dies auch tun. Bei hellem Hintergrund sollten Sie sich dunkel kleiden und andersrum. Allem voran steht allerdings Ihr persönlicher Wohlfühlfaktor: Die Mühseligkeit der Redner:innen überträgt sich immer auf das Publikum.

Zusammenfassung:

Die größten Unterschiede zwischen Präsenzveranstaltungen und Online-Vorträgen:

1.       Inhalte im Online-Vortrag stehen stärker im Fokus

2.       Die Interaktion mit dem Publikum ist deutlich reduzierter

3.       Körpersprache und gerade die Stimme gewinnen zusätzlich an Relevanz

4.       Die Vorbereitung verläuft sehr unterschiedlich


Vorbereitung im Vorfeld Ihres Online-Vortrags

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In diesem Kapitel erhalten Sie eine Reihe von Tipps zur Vorbereitung Ihres Online-Vortrags in Form einer Checkliste. Hierbei geht es nicht um die Erstellung der eigentlichen PowerPoint-Präsentation, sondern eher darum, die äußeren Umstände Ihres Vortrags ausreichend vorzubereiten. Wie Sie eine Online-PowerPoint-Präsentation erstellen, können Sie „hier“Schritt für Schritt nachlesen.

Vermeiden Sie externe Störquellen

Handy lautlos? Im Regelbuch für Präsentationen jeglicher Art steht diese Regel an erster Stelle. Das Klingeln des eigenen Handys wirkt unseriös und ignorant. Durch einen einfachen Klick ist Ihr Telefon stumm geschaltet und diese Unannehmlichkeit schnell umgangen.

Gerade wenn Sie sich nicht allein im Vortragsraum befinden, sollten Sie sich außerdem um Ruhe bemühen – und das am besten schon vorab. Geben Sie Ihren Kollegen und Kolleginnen oder Mitbewohner:innen vor Ihrem Online-Vortrag halten Bescheid, Ruhe zu benötigen.

Technische Voraussetzungen

Um Ihren Online-Vortrag halten zu können, benötigen Sie im Gegensatz zur Präsenzveranstaltung in jedem Fall ein Mikrofon und in den meisten Fällen auch eine Kamera oder Webcam. Die technischen Geräte sollten vor Beginn der Veranstaltung ausreichend getestet werden. Technische Probleme Sorgen für Unruhe und werfen Sie unnötig aus dem Konzept. Sparen Sie sich diesen Ärger! Ausführlichere Tipps zur technischen Ausstattung erhalten Sie im weiteren Verlauf des Blog-Beitrags.

Die Präsentation in PowerPoint

Achten Sie bei Ihrem Online-Vortrag auf gut lesbare, sinnvoll strukturierte Folien. Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind oft ausreichend; Sie liefern den notwendigen Kontext verbal – weniger ist mehr. Alternativ liefern sie die wichtigsten Hintergrundinformationen in Schriftform auf einem Skript oder Handout nach.

Das Outfit der Referent:innen

Sollte die vortragende Person im Online-Vortrag sichtbar sein, ist eine sinnvolle Kleiderwahl ebenfalls von Vorteil. Während glitzernde oder chaotisch gemusterte Kleidung schnell ablenkend wirkt, können bedecktere Outfits für optische Ruhe sorgen. Achten Sie dabei auch auf Ihren Hintergrund. Bei hellem Hintergrund sollten Sie selbst eher auf dunklere Farben setzen und andersrum. Auf diese Weise erzeugen Sie einen stärkeren Kontrast zwischen Ihnen und dem Hintergrund. Da Sie im Fokus der Präsentation stehen, ist dies auch sinnvoll so.

Ein weiterer Trend ist es, digital erzeugte Hintergründe zu benutzen, die den oder die Redner:in etwa an karibischen Stränden, im Weltall oder in einem stylischen Büro anzeigen. Gerade bei seriösen Business-Präsentationen sollte deren Verwendung weitestgehend vermieden werden. Falls doch, gilt auch hier die goldene Regel des hohen Kontrasts: Je mehr Sie sich vom realen Hintergrund im Vortragsraum abheben, desto leichter fällt es der Software, Ihre Person vom Hintergrund zu trennen und diesen zu ändern. Anderenfalls verschwinden bei Bewegung auch gerne mal Haare oder gar ganze Gliedmaßen der vortragenden Person.

Die Räumlichkeit Ihres Online-Vortrags

Sie sollten darauf achten, dass im Raum, in dem Sie Ihren Vortrag halten werden, Ruhe herrscht. Schließen Sie die Fenster bei viel Verkehr, fahren Sie laute Geräte, die nicht benötigt werden vor dem Vortrag runter und geben Sie anderen Personen im Raum wegen Ihres anstehenden Online-Vortrags frühzeitig Bescheid. Im Hintergrund des/r Vortragenden sollte ebenfalls optische Ruhe herrschen. Für Ihr persönlich Empfinden sollten Sie auch auf ein stimmiges Raumklima achten. Sie sollten sich zu jedem Zeitpunkt des Vortrags wohl fühlen.

Auf Ihrem Schreibtisch

Halten Sie den Schreibtisch, an dem Sie Platz nehmen während Ihrer Präsentation, weitestgehend sauber. Unnötige Objekte können ablenkend wirken. Sie sollte daher ausschließlich für Ihren Vortrag relevante Unterlagen vor sich haben. Außerdem benötigen Sie ein Glas Wasser und Taschentücher gegen trocken kratzende Münder und laufende Nasen.


Einen Online-Vortrag halten: Wertvolle Tipps&Tricks

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Basic-Tipps zum Online-Vortrag selbst

Eine strukturierte Präsentation folgt einer sinnvoll ausgetüftelten Storyline. Sie dient als roter Faden, an dem sich alle Kernbotschaften und Mehrwerte Ihres Vortrags entlang hangeln. Vorab sollten Sie sich fragen:

Was möchten Sie mit dem Vortrag erreichen? Wer ist Ihre Zielgruppe? Welche Informationen sind unbedingt notwendig, welche nicht? Wie verpacken Sie alle Informationen in einer sinnvollen Reihenfolge und wie in den gegebenen Zeitrahmen?

Alle Inhalte der Präsentation sollten Ihrer Kernbotschaft und Intention dienen. Was Ihre Aussage nicht stützt, kommt raus. Dabei sollten Sie immer an Ihr Publikum denken. Wer hört Ihnen zu und was möchten Sie mit Ihrem Online-Vortrag bei ihnen bezwecken? Der Nutzen für die Zuhörer:innen sollte stets im Fokus Ihrer Präsentation stehen.

Die deutliche Formulierung einer klaren Kernbotschaft ist gerade bei Online-Vorträgen besonders von Bedeutung. Da sich alle Teilnehmer für gewöhnlich allein zuhause befinden und sich so meist unbeobachtet fühlen, schwindet die Aufmerksamkeit des Publikums oft schneller als bei Präsenzveranstaltungen. Umso wichtiger ist es, einen klaren Call-to-Action zu formulieren und diesen wiederholt zu betonen. Das Publikum sollte am Ende Ihres Vortrags wissen, was es nun zu tun hat.

Die richtige Körpersprache beim Online-Vortrag

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Gegenüber eines Präsenzvortrags kommen Sie dem Publikum bei Online-Vorträgen paradoxerweise sehr viel näher. Die Mimik und Gestik der vortragenden Person ist am heimischen Bildschirm viel deutlicher erkennbar als aus der letzten Reihe eines vollbesetzten Auditoriums. Daher sind visuelle Emotionen im Gesicht und die allgemeine Körpersprache auch umso wichtiger.

Halten Sie die Körperspannung und versuchen Sie, freundlich und aufmerksam zu wirken. Am besten gelingt dies auch Zuhause im Stehen. Eine aufrechte Körperhaltung vermittelt das Gefühl von Präsenz und Aufmerksamkeit – auch Ihnen selbst. Eine hektische Körpersprache wirkt nicht nur auf das Auditorium nervös, sondern erzeugt bei der vortragenden Person echte innere Unruhe. Diese überträgt sich früher oder später auf die Zuhörer:innen. Außerdem können schnelle Bewegungen je nach Qualität von Kamera und Internetverbindung zu ruckeligen Übertragungen führen.

Ruhige Bewegungen hingegen helfen bei Nervosität und sorgen für eine sanfte Sprechstimme. Ein weiterer wichtiger Aspekt für Präsentationen allgemein ist der Augenkontakt. Mit Augenkontakt bauen Sie nicht nur Verbindungen mit Ihrem Publikum auf, sondern steigern damit auch dessen Aufmerksamkeit. Per Kamera kann das Aufbauen von Augenkontakt ohne visuelles Feedback vorerst seltsam wirken. Sie schauen immer mal wieder in die Linse Ihrer Webcam und erzeugen so auch online ein Gefühl von vertrauter Persönlichkeit. Zur Selbstkontrolle empfehlen wir Ihnen, Ihren Vortrag probeweise abzufilmen und sich selbst und Ihre Wirkung zu kontrollieren.

Weitere Tipps zur korrekten Körpersprache bei Präsentation erhalten Sie „hier“ im Blog.

Online-Vortrag halten: Die Stimme, Ihr wichtigstes Instrument

Um die Aufmerksamkeit Ihres Publikums aufrecht zu erhalten, sollten Sie eine dementsprechend packende Story in Ihrer Präsentation erzählen. Umso überzeugender funktioniert das mit passender Stimmlage und Betonung. Monotone Vorträge wirken schnell einschläfernd und werden ihren Inhalten oft nicht gerecht. Stattdessen sollten Sie Ihre Stimme als körpereigenes Instrument zu Ihren Gunsten nutzen: Lebendiges Sprechen, ein angepasstes Sprechtempo und bewusst eingesetzte Pausen helfen Ihrem Publikum dabei, Ihre Persönlichkeit besser erfassen zu können. Gerade bei Online-Übertragungen ist langsames, deutliches Sprechen von äußerster Wichtigkeit. Weitere Tipps zum Thema Rhetorik finden Sie „hier“ in unserem Blog.

Beziehen Sie das Publikum mit ein

Gerade bei Online-Veranstaltungen ist es schwierig, die Aufmerksamkeit des Publikums dauerhaft aufrecht zu erhalten. Ablenkungen am heimischen Computer gibt es viele und die meisten sind nur einen Mausklick entfernt. Daher sollten Sie Ihr Auditorium direkt zu Beginn mit in die Präsentation einbeziehen. Ein lebhafter Dialog erzeugt oft neue und sogar bessere Ergebnisse. Fordern Sie Ihr Publikum dazu auf, im Chat Fragen zu stellen oder an schnellen Online-Abstimmungen teilzunehmen. Im Verlauf Ihres Online-Vortrags können Sie so auf neuen Input oder Unklarheiten eingehen. Die aktive Teilnahme des Publikums steigert die Aufmerksamkeit und das Gefühl von Integration.

Wenn Sie auf alle aufkommenden Fragen eingehen möchten, ohne sich selbst aus dem Rede- und Gedankenfluss zu bringen, sollten Sie sich im besten Fall Hilfe von Moderatoren beschaffen. Eine weitere Person aus Ihrem Team kann während des Online-Vortrags etwa auf den Live-Chat achten oder Fragen aus der Zuhörerschaft vorsortieren und an passender Stelle in die Präsentation miteinbeziehen. Eine Alternative ohne Moderator:in ist es, alle Fragen gebündelt am Ende des Vortrags gemeinsam abzuarbeiten. So laufen Sie keine Gefahr, während der Präsentation aus dem Konzept gebracht zu werden. In jedem Fall sollten Sie mit Ihrem Publikum aktiv in Interaktion treten und ihm klare Anweisungen geben können.

Extra Tipp: Interaktive Tools verwenden

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Um die Interaktion mit dem Publikum auch bei Online-Vorträgen abwechslungsreicher gestalten zu können, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an verfügbarer Software. Wir möchten Ihnen hier einige hilfreiche Tools vorstellen, die Sie im Verlauf Ihres Online-Vortrags einbauen können.

„Slido“: Bietet neben Abstimmungen und Umfragen auch Live-Fragen seitens des Auditoriums.

„SlideLizard“: Geeignet für Präsentationen, Meetings, Workshops oder Seminare. Als Tochter-Tool von PowerPoint lässt sich SlideLizard in Ihre PowerPoint-Präsentation einbinden, ohne dabei eine weitere Anwendung parallel öffnen zu müssen.

„Tedme“: Spezialisiert sich auf Konferenzen, Vorträge und Seminare. Es bietet interaktive Frage-Antwort-Bereiche, Umfragen, Abstimmungen und Quiz-Spiele zur Einbindung des Publikums.

„Mentimeter“: Fokussiert sich auf Präsentationen und Workshops und funktioniert als webbasierter Dienst mit einfachem Log-in-Code.

„Glisser“: Für Events und Workshops. Interaktive Folien, Umfragen und eine Social Wall befassen sich mit der Interaktion mit der Zuhörerschaft.

„td:wrk”: Bietet als Online Voting Tool die Möglichkeit, Ergebnisse von Abstimmungen direkt live verwenden und mit einbinden zu können.

„VoxVote“: Kostenlos und in zahlreichen Sprachen erhältlich. Gewonnene Ergebnisse können direkt auf den Folien Ihrer Präsentation anzeigen und einbinden.

„OMBEA“: Das Tool arbeitet eng mit Microsoft zusammen, sodass sich alle Ergebnisse in Echtzeit auf Ihrer PowerPoint-Folie anzeigen lassen.

„VoxR“: Bietet Umfragen mit Ergebnissen in Echtzeit und Zusatzinformationen zu Ihrer Präsentation für das Publikum. Alle Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit, während des Online-Vortrags auf Informationen zu klicken, die Sie vorab eingestellt haben – etwa eine Agenda, Lagepläne oder andere Zusatzinformationen zur Veranstaltung.

„feedbackr“: Umfragen in Echtzeit.

„OnlineTED“: Fokus liegt auf Abstimmungen in Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen. Kostenlos und webbasiert.

„POLYAS“: Abstimmungen, Wahlen und andere Online-Live-Votings. Eignet sich zur Analyse der gewonnenen Ergebnisse, nicht für die Verwendung während einer Live-Präsentation. Bietet hohen Sicherheitsfaktor.

„Backchannel“: Bietet verschiedene webbasierte Umfrage-Optionen.

„Wooclap“: Fokussiert sich auf Schüler und Studenten. Kann zum remote Lernen verwendet werden und fördert die Interaktion aller Teilnehmer:innen.

„Socrative“: Fokus liegt auf Schülern und Studenten. Unterstützt Online-Vorträge von Lehrern und Professoren. Bietet Umfragen, interaktive Quizze, Tests, Spiele und mehr.

„eduVote“: Beliebter Einsatz in Universitäten und anderen Hochschulen. Bietet einige Umfrage-Optionen.

„AhaSlides“: Findet sowohl in der Businesswelt als auch im Klassensaal Anwendung. Umfasst Umfragen, Frage-Antwort-Bereiche und weitere interaktive Funktionen.

„Kahoot“: Ist eine spielbasierte Lernplattform mit Fokus auf Schulen, Hochschulen und Unternehmen. Inhalte lassen sich spielerisch abfragen und neue Themen interessant initiieren.

Online-Vortrag halten: Bitte halten Sie es locker und spannend!

Heutzutage ist es gang und gäbe in Bildern zu kommunizieren: Emojis und GIFs am Smartphone, Schilder im Verkehr oder Karikaturen in der Zeitung. Oft sind sie aussagekräftiger als alle textlichen Beschreibungen. Auch bei Präsentationen kann der gezielte Einsatz von visuellen Medien nicht nur helfen, Inhalte vereinfacht darzustellen, sondern auch dabei die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Gerade der Wechsel zwischen verschiedenen Formen von Medien innerhalb Ihres Vortrags sorgt für eine Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit. Übertreiben sollten Sie es allerdings auf keinen Fall: Der Einsatz von zu vielen optischen Medien kann irgendwann zu inhaltlichem Chaos führen. Jede Verwendung von digitalen Medien sollte daher einen konkreten Zweck erfüllen. Sie sollten Ihre Inhalte untermauern und nicht von ihnen ablenken.

Weitere Tipps zur Verwendung und Gestaltung digitaler Medien (Bilder, Videos, Animationen) finden Sie in unserem Blog:

„Richtiger Umgang mit Bildern in Präsentationen“ 

„Video in PowerPoint einfügen – Tutorial inkl. 4 Tipps für kreative Videopräsentation“ 

„Mit einer PowerPoint-Animation Akzente in Ihrer Präsentation setzen!“


Technische Tipps für Ihren Online-Vortrag

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Im Gegensatz zu Präsenzveranstaltungen müssen Sie sich als Referent:in beim Online-Vortrag halten weitaus stärker mit der Inszenierung Ihrer Präsentation auseinandersetzen. Das Publikum soll sich einzig und allein auf Ihre Inhalte konzentrieren können und nicht etwa von vermeidbaren technischen Störungen abgelenkt werden. Eine solide Grundausstattung ist dazu unerlässlich.

Um während Ihres Online-Vortrags stets klar und deutlich verstanden zu werden, ist die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Arten von Mikrofonen sehr sinnvoll. Absolut zu vermeiden, ist die Verwendung jeglicher Art von Laptop-, Tablet- oder Smartphone-interner Mikrofone. Sie selbst klingen hallend oder leise und die Umgebungsgeräusche führen gerne mal zu ungewünschtem Rauschen. Daher sollten sie zumindest ein Headset verwenden oder besser noch ein externes Mikrofon. Externe Mikrofone können etwa freistehende Tischmikrofone sein, die sonst bei Podcasts oder im Radio benutzt werden.

Außerdem gibt es kleine Ansteckmikrofone, die Ihnen während Ihrer Präsentation uneingeschränkte Mobilität gewährleisten. Je kürzer die Distanz zwischen Mikrofon und Mund, desto geringer die Gefahr von störenden Umgebungsgeräuschen. Während Sie den Online-Vortrag halten, achten Sie darauf eine konstante Distanz zu bewahren, um unschöne Schwankungen der Lautstärke zu vermeiden. Am einfachsten gelingt das mit einem solchen Ansteckmikrofon. Testen Sie Ihre Soundqualität vor der Präsentation per Test-Telefonat mit Mitarbeiter:innen.


Online-Vortrag halten Mikrofon


Damit Ihre Zuschauer:innen Sie auch gut sehen kann, sollten Sie außerdem darauf achten, welche Kamera Sie verwenden und wie Sie diese positionieren. Heutzutage gibt es viele qualitativ hochwertige Webcams für bereits kleines Geld zu erwerben. Außerdem gibt es spannende Apps, die Ihr Smartphone bei Bedarf zur Webcam umfunktionieren können. Eine Online-Übertragung in HD-Auflösung sollte somit heute erwartet werden dürfen.

Noch viel wichtiger als die Auflösung der Kamera ist die Positionierung der vortragenden Person innerhalb des Bildrahmens. Sie möchten im Fokus der Präsentation stehen, aber Ihrem Publikum auf Augenhöhe gegenübertreten. Positionieren Sie daher die Linse der Kamera auf Ihrer Augenhöhe. Sie sollten sich möglichst nahe der Mitte des Bildes befinden und dabei auch auf einen senkrechten Kamerawinkel achten. Schaut die Kamera auf Sie herab, können Sie kleiner oder „verloren“ wirken – schaut die Kamera zu Ihnen hinauf, wirken Sie unter Umständen befremdlich oder zu autoritär.

Ein weiterer Indikator für eine bessere Bildqualität ist die passende Ausleuchtung. Vermeiden Sie Räume mit schummriger Beleuchtung und geringem Kontrast. Ihr Gesicht sollte völlig ausgeleuchtet sein. Achten Sie dabei auf Intensität und Wärme der Lichtquelle. Gewöhnliche Zimmerlampen produzieren meist zu warmes, fast schon gelb scheinendes Licht, während Bürogebäude oft nur über grelle Halogenleuchten verfügen. Einfache Fotolampen und Ringleuchten sind mittlerweile in vielseitiger Ausführung überall erhältlich. Dimmbare Lampen helfen Ihnen dabei, die Intensität Ihrer Lichtquelle richtig zu regulieren. Überbeleuchtete Gesichter können somit leicht vermieden werden.

Achten Sie darauf, den Richtungswinkel Ihrer Lampe – ähnlich wie bei der Kamera – ansatzweise auf Augenhöhe zu positionieren. So werfen Sie keine unerwünschten Schatten im Gesicht und wirken motiviert und frisch. Für einen noch professionelleren Eindruck empfehlen wir eine zweite Lichtquelle, die leicht seitlich ebenfalls auf Sie gerichtet ist. Auf diese Weise wird jedes Restrisiko an unvorteilhaften Gesichtsschattierungen minimiert.

Tipp an alle Brillenträger:innen: Achten Sie darauf, starke Spiegelungen in der Brille zu umgehen. Hierfür ist die Verwendung von großflächiger, indirekter Beleuchtung gegenüber der direkten Gesichtsbeleuchtung von Vorteil. Suchen Sie sich einen hellen Raum mit großen Reflexionsflächen zum Anstrahlen – weiße Wände etwa.


Fazit: Glänzen Sie bei Ihrem Online-Vortrag!

In unserem Artikel haben Sie eine ausführliche Einführung in das Thema des digitalen Präsentierens erhalten. Im Einzelnen haben wir uns mit den konkreten Unterschieden zwischen Online-Vorträgen und klassischen Präsenzveranstaltungen befasst. Im Grunde ging es dabei um drei wesentliche Faktoren: Die Örtlichkeit des Vortrags, den oder die Referent:in und um die Art und Weise der Interaktion mit dem Publikum.

Beim Präsentieren ist es heute unumgänglich flexibel zu sein. Spontan müssen Vorträge vom großen Tagungsraum digital ins heimische Home-Office verlegt werden. Wenn Sie unsere praxiserprobten Tricks & Tipps befolgen, kommen Sie dabei nie ins Schwitzen. Im Verlauf des Beitrags haben Sie technische Ratschläge erhalten zur Gestaltung Ihrer Räumlichkeit, Ihres Hintergrunds, Ihrer Ausstattung und zu sich selbst. Mit dem richtigen Licht, dem richtigen Mikrofon und einer motivierenden, multimedialen Interaktion mit dem Publikum steht dem Erfolg Ihres nächsten Online-Vortrags nichts mehr im Wege.

Sollten Sie noch weitere Tipps oder auf Sie persönlich abgestimmte Inhalte und Ratschläge erhalten wollen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren! Gerne helfen wir Ihnen auch bei allen anderen PowerPoint-Angelegenheiten. Wenden Sie sich gerne per Mail an becker@presentationload.de. Wir freuen uns auf Sie!