Das einfache Abbilden von digitalen Fotos kann bei einem Vortrag je nach Anzahl der Fotos recht langweilig werden. Lernen Sie in diesem Blog-Beitrag einige Möglichkeiten für eine optisch ansprechende Visualisierung Ihrer Fotos kennen, die die Aufmerksamkeit des Publikums fördern.

Grundsätzlich ist dabei zu bedenken, dass diese Designvorschläge auch von Ihrem Firmen-CI und den Präsentationsgegebenheiten in Ihrem Unternehmen abhängig sind. Des Weiteren spielen für die Wahl eines geeigneten Foto-Layouts der Inhalt und das Thema des Vortrages eine wichtige Rolle.

Folgende Beispiele werden Ihnen vorgeführt:

  1. Fotos in einen Filmstreifen setzen
  2. Kombination mit freigestellten Silhouetten
  3. Fotos künstlerisch gestalten
  4. Mit Transparenz arbeiten
  5. SmartArt und Fotos
  6. Ausgerissene / herausgeschnittene Fotos

1) Fotos in einen Filmstreifen setzen

Eindrucksvoll können Sie Fotos innerhalb eines Filmstreifens präsentieren. Auch wenn diese analoge Filmtechnik nicht mehr existiert, ist doch Jedem dieses Design bekannt.

Variante 1:

Erstellen Sie ein schwarzes Rechteck und setzen Sie am oberen und unteren Rand kleinere, weiße Rechtecke mit abgerundeten Ecken, die den Filmstreifen symbolisieren. Nun müssen Sie nur noch Ihre Fotos einfügen. Für die bildhafte Symbolik der Darstellung ist das Bildformat nicht entscheidend und so können Sie 4:3- wie auch Fotos im 16:9-Format verwenden. TIPP: Falls Sie den komplett gefüllten Filmstreifen nochmal versetzen müssen, gruppieren Sie sicherheitshalber alle Elemente.

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Variante 2:

Wenn Sie die Fotos einzeln in einen Filmstreifen einfügen, können Sie diese besser über die Folie verteilen und auch im Hochformat optimal verwenden.

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2) Kombination mit freigestellten Silhouetten

Eindeutige Silhouetten stellen ein markantes Design dar. Kombiniert man diese Silhouetten mit Fotos, entstehen ansprechende neue Grafiken.

Variante 1:

Kombinieren Sie ein Foto (in diesem Fall vom Berliner Reichstag) mit einer Silhouette einiger Berliner Sehenswürdigkeiten. Das Foto kann über > Füllung > Datei oder > Zwischenablage eingefügt werden. Je nach Farbgestaltung Ihrer Folien kann die Silhouette weiß bleiben oder farblich an den Rest des Präsentationsdesigns angepasst werden.

A) Die Silhouette ist weiß und bewirkt so eine gewisse Offenheit der Gesamtfolie – diese wirkt durch das Fehlen eines Randes unten aber auch etwas zerrissen.

B) Bekommt die Silhouette eine Farbe, wirkt das Foto hingegen insgesamt geschlossener.

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Sie sehen, der visuelle Eindruck kann sehr unterschiedlich sein und die endgültige Wahl, welches Design bevorzugt wird, liegt beim Betrachter.

Variante 2:

Eine gute Wirkung wird erzielt, wenn Sie mit dem Foto zusätzlich einen räumlichen Bezug herstellen.

A) Die fertige Grafik stellt ein Berliner Motiv dar und durch den Umriss der Berliner Stadtgrenze wird ein zusätzlicher räumlicher Bezug hergestellt.

B) Die Fläche wurde als individuelle Form nach einer Vorlage erstellt.

C) So sieht das Originalfoto aus. Je nach Fläche müssen Sie darauf achten, dass sich der wichtige Bildausschnitt innerhalb der Fläche befindet. Suchen Sie also ein Foto aus, dass die Fläche komplett füllt und bei dem alle wichtigen Bildelemente in der Fläche enthalten sind.

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Variante 2:

Neben einem räumlichen Bezug ist manchmal auch eine Metapher geeignet, um Fotos in Beziehung zu setzen. Die Schlagwortkette ‚Kopf / Gehirn / Denken‘ ist bei der nächsten Darstellung sinngerecht angewendet worden.

Als einfache Form ist hier die Silhouette eines Kopfes erstellt worden. Ähnlich wie im vorherigen Beispiel kann das Foto über > Füllung > Datei oder > Zwischenablage eingefügt werden.

A) Die reine Silhouette als freie Form (Kurve) entworfen.

B) Optisch ansprechend ist dann der Einsatz einer Animation. Bei der Animation (Beenden-Effekt > Verblassen) verschwindet die gelbe Füllung langsam und

C) das Foto kommt zum Vorschein.

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Variante 3:

Umgekehrt können Sie die Basisform des Kopfes für eine andere Darstellungsart nutzen.

A) Erstellen Sie ein Rechteck in der Größe des Fotos (blaue Fläche). Markieren Sie das Rechteck und den Kopf.

B) Mit > Zeichentools / Format > Formen zusammenführen > Subtrahieren schneiden Sie die Kopfform aus dem Rechteck aus. Die Kopfform stellt quasi ein ‚Loch‘, eine Leerstelle dar.

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A) Danach brauchen Sie nur noch das Originalfoto hinter diese Form setzen.

B) Diese Kopf-Schablone hat den Vorteil, dass sie vielfältig einzusetzen und schnell wiederzuverwerten ist, da Sie nur das dahinterliegende Foto austauschen müssen.

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3) Fotos künstlerisch gestalten

Auch das künstlerische Umgestalten bzw. Verfälschen der Bilder kann ein Mittel sein, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu schüren. Sieht der Zuschauer etwas Uneindeutiges oder versteht er das Dargestellte nicht gleich, muss er genauer hinschauen und sich auf das Objekt konzentrieren! Diese Wirkung erzielt man beispielsweise mit dem Effekt > Verblassen, bei dem das Foto erst langsam erscheint.

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Im nächsten Beispiel sind sechs verschiedene Arten der Fotodarstellung ausgewählt worden. Markieren Sie ein Foto und Sie kommen mit > Bildtools / Format > Künstlerische Effekte zum hier dargestellten Pulldown-Menü. So sehen Sie sofort, wie das markierte Foto in der jeweiligen Darstellungsart aussehen würde.

So sind die sechs Beispiele entstanden:

A) Leuchteffekt: Kreideskizze

B) Leuchteffekt: Glas

C) Leuchteffekt: Bleistiftskizze

D) Leuchteffekt: Ränder

E) Leuchteffekt: Silhouette

F) Leuchteffekt: Heller Bildschirm

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Erhöhen Sie die Spannung noch weiter, indem Sie mit einer Animation arbeiten. Legen Sie hinter das künstlerisch verfälschte Foto Ihr Originalbild. Lassen Sie dann das „Kunst-Foto“ mit der Funktion > Beenden-Animation > Verblassen langsam verschwinden.

Im nächsten Bild sehen Sie, wie das aussehen kann. Je nachdem, wieviel Sie zum jeweiligen Foto in Ihrem Vortrag sagen, stellen Sie die Dauer des Effektes ein. (In gleicher Weise können Sie natürlich mit allen oben dargestellten Varianten verfahren.)

A) Zunächst sieht der Zuschauer nur das ‚Kunst-Bild‘.

B) Dann verschwindet dieses langsam.

C) Kurz vor Abschluss des Effektes ist das ‚Kunst-Bild‘ nur noch schemenhaft zu erkennen.

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Eine andere Möglichkeit ist es, mit den skizzenhaften Varianten zu arbeiten. Wenn Sie diese ebenfalls jeweils langsam mit > Verblassen erscheinen lassen, erreichen Sie eine andere interessante Darstellung, da der Kontrast zwischen der Schwarzweiß-Zeichnung und dem farbigen Detailausschnitt sehr ansprechend ist.

A) Das Foto ist mit dem > Leuchteffekt: Bleistiftskizze

B) Als Zweites wurde der > Leuchteffekt: Kreideskizze

C) Bei der Animation erscheint ein Teil des eigentlichen Fotos. Dieser Bereich ist mit > Bildtools / Format > Freistellen entsprechend ausgewählt worden. Sie können nun entscheiden, ob Sie das restliche (gesamte) Originalbild erscheinen lassen oder ob Sie es bei dieser reizvollen Darstellung belassen. Je nach Motiv kann diese gemischte Darstellung auch ohne Animation attraktiv aussehen.

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In gleicher Weise können Sie verfahren, wenn Sie zuerst das Hintergrundbild mit > Weichzeichnen unscharf abbilden.

A) Zuerst wird das Foto komplett unscharf gezeigt.

B) Dann erscheint der Detailausschnitt des zentralen Objekts. (Es ist natürlich möglich, anschließend das komplette Originalfoto einzublenden.)

C) Bei dieser Variante ist das unscharfe Hintergrundbild zusätzlich zum Weichzeichnen im Farbton (grau) verändert.

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Auch bei den scheinbar extremeren Darstellungen lassen sich interessante Effekte in Kombination mit dem Originalfoto erzielen.

A) Das Originalfoto wird mit dem > Leuchteffekt Ränder verändert.

B) Trotzdem lassen sich die Farbtöne noch zusätzlich bearbeiten. Hier wurde > Grau, Akzentfarbe 3 hell gewählt.

C) Sie können die vorherige Variante noch weiter aufhellen mit > Hellgrau, Hintergrundfarbe 2 hell.

D) Der schon bekannte Detailausschnitt des Originalfotos fokussiert dann wieder auf das Wesentliche im letzten Bild.

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4) Mit Transparenz arbeiten

Ein Foto mit transparenten Bereichen zu versehen, ist nicht immer so einfach. Oft ist es zweckmäßiger, eine entsprechend designte Form ÜBER das Foto zu legen. Aber auch dann erfordert dieses Vorgehen etwas Erfahrung bei den Einstellungen der Farbverlaufstopp-Bereiche.

A) Es wurde ein Rechteck in identischer Größe über das Foto gelegt. Dann wurde ein Farbverlauf mit > Richtung aus der Mitte Die jeweiligen Farbverlaufstopps und Einstellungen sind zwar im Bild zu sehen, aber diese Werte (Qualität, Farbe, Schwarzweiß, Intensität, etc.) können nicht eins zu eins für jedes beliebige Foto übernommen werden. Die Eigenschaften des Bildes und die Art, in welcher Sie die Transparenz oder die Verläufe setzen wollen, sind für die Einstellungen entscheidend.

B) Statt schwarzer Farbe ist hier mit Weiß gearbeitet worden.

C) Auch ringförmige Strukturen sind möglich und erhöhen (je nach Motiv) den Reiz des Bildes.

D) So sieht die reine, separierte Form von Beispiel A) ohne Originalfoto aus.

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Sie können selbstverständlich diese Farbverläufe individuell mit einfachen weißen Abstufungen an den Rändern einstellen.

A) Verlauf nur von oben.

B) Verlauf von oben und unten.

C) Verlauf nur von der rechten Seite.

D) Verlauf von unten links aus der Ecke.

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5) SmartArt und Fotos

Für das Präsentieren von mehreren Fotos gibt es natürlich sehr viele Möglichkeiten. Beispielsweise können Sie die Fotos nach Ihren eigenen Wünschen völlig frei auf der Folie verteilen. Aber es gibt eine empfehlenswerte und zeitsparende Alternative dazu.

Der einfachste Weg ist es, die Fotos in SmartArt zu integrieren. Dies ist sehr schnell durchgeführt, da Sie direkt nach dem Einfügen der Fotos auf der Folie weiterarbeiten können. Angenommen Sie möchten drei Fotos präsentieren.

A) Markieren Sie alle drei Fotos.

B) Wählen Sie über > Bildtools / Format > Bildlayout ein Design aus, welches zum Thema oder zum Inhalt der Folie passt.

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Je nachdem auf welches Layout-Beispiel Sie mit dem Mauszeiger im Pulldown-Menü deuten, werden sofort die drei Fotos entsprechend angeordnet. Dadurch können Sie ohne Aufwand die richtige Auswahl treffen.

A) Jedes Design hat natürlich einen bestimmten Namen, der die Darstellung ansatzweise beschreibt und zu Dokumentationszwecken archiviert werden kann.

B) Klicken Sie dann mit der Maustaste das Design an. Nun werden die drei Fotos in dieser Weise arrangiert.

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Lassen Sie sich durch die Anzeige der Layouts im Pulldown-Menü nicht verwirren. Wenn Sie mehr Fotos ausgewählt haben, als in der Vorschau dargestellt werden, wird diese Vorlage bei den SmartArt-Layouts entsprechend angepasst.

A) Die gleiche Vorgehensweise wurde jetzt mit vier Fotos durchgeführt.

B) Sind die Fotos nach Auswahl der Vorlage zu klein, können Sie die SmartArt-Darstellung vergrößern. Es greifen dann alle Standard-Bearbeitungsoptionen für SmartArts.

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Im nächsten Bild sehen Sie weitere Möglichkeiten, Ihre Fotos anzuordnen. Die Variationen sind von der Basis her schon recht vielfältig und durch eine spätere Weiterverarbeitung als Gruppe können Sie Ihren eigenen Duktus finden. Nachfolgend drei Beispiele für interessante SmartArt-Layouts für Fotos und  Text:

A) Sechseckcluster

B) Umgebrochene Bildbeschriftungsliste

C) Umgebrochener halbtransparenter Bildtext

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Sie können dieses Vorgehen via SmartArt auch benutzen, um Fotos (beispielsweise in der Größe) anzupassen oder zu verändern.

A) Links sehen Sie die SmartArt-Darstellung. Markieren Sie die Grafik.

B) Über > SmartArt-Tools / Entwurf > Konvertieren (oben rechts im Menüband) > In Formen konvertieren werden alle Elemente in Standard-Formen geändert. Es entsteht automatisch eine Gruppe.

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C) Jetzt können Sie einzelne Elemente löschen oder nach Wunsch vergrößern / verändern. Sie sehen die Gruppe als Rahmen markiert. Für eine eventuelle Weiterverarbeitung können Sie die Gruppe auflösen. (Dies ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie alle Fotos als einzelne Quadrate designt haben und die Textfelder eliminieren wollen, um dann die viereckigen Fotos in der Größe zu verändern.)

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6) Ausgerissene / herausgeschnittene Fotos

Sie können den Fotos auch ein Design geben, mit dem die Bilder so aussehen, als wären sie aus einer Zeitschrift ausgeschnitten oder herausgerissen worden.

Fügen Sie bei einer Form (Rechteck) via > Punkte bearbeiten weitere Punkte ein, die die Schnittkante symbolisieren sollen. TIPP: Je feiner Sie dies tun, desto realistischer sieht dies später aus. Als Füllung fügen Sie dann das Foto ein. Damit es genau, passt können Sie das Bild mit > Bildtools / Format > Zuschneiden > Einpassen verschieben und vergrößern.

A) Diese Technik wird sehr häufig bei der Darstellung von Zeitungsausschnitten, Zitaten oder Projektberichten angewandt.

B) Statt des Textes ist nun ein Foto eingefügt.

C) Wenn Sie an allen vier Seiten die gezackte Linie einarbeiten, sieht die Grafik eher wie ausgeschnitten aus. Ein Schatten unterstreicht den Ausschnitt.

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Eine viel feiner gezackte Linie können Sie erreichen, wenn Sie als Form statt der üblichen Linie oder Kurve die > Form > Skizze auswählen und dann mit gedrückter Maustaste die Kontur völlig frei entwerfen. Diese Variante kommt der Optik eines herausgerissenen Ausschnitts noch näher.

A) Diese Form wurde mit > Skizze

B) Danach wurde als Beispiel wieder ein Text eingefügt.

C) Auch das Foto wirkt wesentlich stärker ‚herausgerissen‘. Außerdem ist wieder ein Schatten eingesetzt worden, um den Papier-Look zu erzielen.

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Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Ausprobieren!