Wenn Sie vor einem Publikum sprechen, beurteilen die Zuhörer Sie und Ihre Botschaft nach drei Kriterien. Um welche es sich dabei handelt und wie Sie überzeugend auftreten, beschreibt Garr Reynolds in seinem Bestseller Zen oder die Kunst der Präsentation – DEM Nachschlagewerk für professionelles Präsentieren und Gestalten. Wir haben seine Ausführungen zum Thema „Selbstdarstellung“ für Sie in 5 Punkten zusammengefasst.

Bühnenpräsenz

Damit die Inhalte Ihres Vortrags den Weg in die Köpfe des Publikums finden, müssen Sie eine Verbindung zu Ihren Zuhörern herstellen. Diese bewerten Ihre Präsenz auf der Bühne nach folgenden Eigenschaften:

  • Ihrem Aussehen
  • Ihren Bewegungen
  • Ihrer Stimme

Auf dieser Beurteilungs-Grundlage aufbauend, gibt Reynolds hilfreiche Tipps, wie Sie sich selbst gut darstellen.

1. Passende Kleidung

Wie sollen Sie sich für Ihren Vortrag anziehen? Die Faustregel lautet hier, sich eher formell und geschäftsmäßig zu kleiden. Klar, die Kleidung muss zur Organisation und zum Anlass passen. Aber generell sollten Sie sich lieber zu schick als zu leger kleiden, denn ein formeller Auftritt im Business-Anzug lässt sich leicht abmildern, bspw. durch Ablegen des Jacketts. Ein zu lockeres Outfit lässt sich dagegen nur schwerlich aufpeppen.

2. Zweckorientierte Bewegungen

Bleiben Sie möglichst nicht nur an einer Stelle stehen. Bewegen Sie sich lieber langsam und mit aufrechter Haltung zu verschiedenen Stellen des Raums/auf der Bühne. Bleiben Sie stehen, um Ihren Standpunkt zu verdeutlichen. Danach laufen Sie zu einem anderen Teil der Bühne und führen den nächsten Punkt aus. Beim Stehen sollten Sie Ihre Füße bequem und zugleich fest und schulterbreit auseinander stellen. Bleiben Sie langsam in Ihren Bewegungen und vermitteln Sie ein entspanntes, natürliches Bild.

3. Blickrichtung: Publikum

Richten Sie Ihre Blicke stets zum Publikum. Auch wenn Sie auf die Leinwand zeigen, sollten Sie dabei so stehen, dass Ihre Schultern in die Richtung der Zuhörer zeigen. Nach einem kurzen Blick auf die Leinwand, werden Sie Ihren Kopf aufgrund der nach vorne gerichteten Schultern automatisch wieder zurück zum Publikum drehen.

4. Augenkontakt wahren

Halten Sie Augenkontakt mit dem Publikum. Verzichten Sie auf das Ablesen von Skripten und Notizen – sie erschweren den Blickkontakt zu den Zuhörern und lassen Sie insgesamt unsicher oder schlecht vorbereitet wirken. Bei einem größeren Publikum sollten Sie sich einzelne Leute in verschiedenen Teilen des Raums, auch ganz hinten, heraussuchen und diesen während des Vortrags in die Augen schauen. Die Sitznachbarn der Person, der sie Ihre Blicke widmen, werden das Gefühl haben, dass Sie sie ebenfalls ansehen.

5. Energiegeladene Stimme

Wenn Sie sich für Ihr Vortragsthema wirklich begeistern, dann wird sich dieser Enthusiasmus auch in Ihrer Stimme wiederspiegeln und Ihr Publikum mitreisen. Murmeln ist genauso Tabu wie Schreien. Während Sie bei ersterem einen schüchternen Eindruck hinterlassen oder Gefahr laufen, nicht verstanden zu werden, zerstört letzteres Ihre Intonation. Bei einem Publikum mit mehr als 50 Personen in größeren Veranstaltungsräumen sollten Sie ein Mikrofon nutzen. Damit Sie gut zu hören sind, sind Stirnband- und Headset-Mikrofone besonders empfehlenswert. Die Mikrofonspitze befindet sich direkt neben Ihrem Mund und wird vom Publikum kaum wahrgenommen.

Wir hoffen, dass Sie mit diesen Tipps Ihr Publikum von sich und Ihrer Botschaft überzeugen und wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihren nächsten Auftritt.