Employer Branding ist eine Maßnahme zur Mitarbeitergewinnung und –bindung. Unternehmen präsentieren sich dabei als attraktive Arbeitgeber, um potenzielle Talente zu umwerben und etablierte Mitarbeiter in der Firma zu halten. Erfahren Sie, was ein begehrtes Unternehmen ausmacht und wie Sie Ihre Arbeitgebermarke auf Hochglanz bringen.

Was macht Sie zu einem attraktiven Arbeitgeber?

Nicht zuletzt durch den Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt müssen sich Firmen zunehmend mit effizienten Recruiting-Strategien auseinandersetzen. Setzen Unternehmen dabei auf die Entwicklung bzw. den Ausbau ihrer Arbeitgebermarke, müssen sie ihre Stärken hervorheben und sich Fragen stellen wie:

  • Warum sollte sich ein potenzieller Mitarbeiter ausgerechnet für unser Unternehmen interessieren?
  • Was können wir unseren Fachkräften bieten, damit sie langfristig in unserem Unternehmen bleiben?
  • Wie heben wir uns von unseren Wettbewerbern ab?
  • Über welche Plattformen können wir potenzielle Bewerber erreichen?

Antworten darauf liefert bspw. eine aktuelle „Top Job“-Studie des Instituts für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen, die sich der Frage annimmt, was Arbeitgeber für Arbeitnehmer attraktiv macht. Während für Männer vor allem eine gute Work-Life-Balance und eine Kultur des Vertrauens im Betrieb wichtig sind, wünschen sich Frauen eine ergebnisorientierte und inspirierende Mitarbeiterführung. Die Untersuchung zeigt, dass die Erwartungen der Generation X sich weitestgehend mit denen der Männer decken, während die der Generation Y den Vorstellungen der Frauen ähneln. Aus den weiteren Ergebnissen der Studie lässt sich ableiten, dass begehrte Arbeitgeber u.a. klare Zukunftsperspektiven, selbstbestimmtes Arbeiten und eine funktionierende Teamarbeit ausmachen.

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Vermitteln Sie Ihre Einzigartigkeit

Wenn ein Unternehmen mit besonderen Vorzügen locken kann, müssen diese an Bewerber vermittelt werden. Die „Studie ROI einer Arbeitgebermarke“ der Karriereplattform LinkedIn gibt Aufschluss darüber, auf welchem Wege dies am besten funktioniert. 60 Prozent der Studienteilnehmer informieren sich über Branchenkenner, 46 Prozent folgen den Empfehlungen von Freunden und 42 Prozent bilden sich ihre Meinung über ein Unternehmen durch Medienberichte. Obwohl weniger als zehn Prozent sich an den Firmenauftritten in den Sozialen Medien orientieren, empfiehlt Studienleiter Chris Brown, diese zur Stärkung der Arbeitgebermarke einzusetzen. Wenn es gelingt, die einzigartige Unternehmenskultur sowie einen Blick hinter die Kulissen des Betriebs aufzuzeigen, können Kanäle wie Twitter und Facebook potenziellen Mitarbeitern einen transparenten Eindruck vermitteln.

Employer Branding lohnt sich

Auf die Attraktivität eines Arbeitgebers hat der Standort einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Image und Lage einer Stadt können ein entscheidendes Kriterium sein – ein junger Hochschulabsolvent bewertet einen Standort anders als ein 50-Jähriger Familienvater. Unternehmen mit Standortnachteilen können selbige mit Employer Branding ausgleichen. Verfügt ein Betrieb über einen guten Ruf und kann er seine einzigartigen Vorteile nach außen kommunizieren, so liefert er damit Argumente für Arbeitssuchende, auch in den tiefsten Schwarzwald zu ziehen.

Die „Top-Job“-Studie verdeutlicht darüber hinaus den wirtschaftlichen Anreiz des Employer Brandings: Bei attraktiven Betrieben sinken die Fluktuationsraten der Mitarbeiter, die Unternehmensleistung steigt um 16 Prozent und die Kundenbegeisterung um 12 Prozent. Es zeigt sich, Aufbau und Pflege eines strahlenden Images zahlen sich für Unternehmen langfristig aus.